Das Andere Leben – Kindheit im Holocaust

Eine Geschichte die berührt und zum Nachdenken einlädt… Am Montag, den 19.03.2017 erhielten SchülerInnen und Lehrer des Beruflichen Schulzentrums einen kleinen Einblick in das Leben von Solly Ganor, ein jüdischer Jugendlicher, einer der Glücklichen, der den Holocaust überlebte. Thomas Darchinger (Schauspieler) erzählte diese bewegenden Erlebnisse. Es war nicht nur das gesprochene Wort, welches berührte… auch die musikalische Begleitung mit dem Vibraphone, welches Wolfgang Lackerschmid bediente, sorgte für Gänsehautmomente. Durch das Zusammenspiel von Melodie und Lesung wurden Erinnerungen hervorgerufen, die man aus dem Geschichtsunterricht kennt. Eine gedankliche Reise in die Vergangenheit – Erinnerungen aus dem Arbeitslager, wo Angst und Tod Sollys stetige Begleiter waren. Doch der Junge lernt zu überleben. Eine gelungene Vorstellung, die den Blick auf historisch politische Erlebnisse weitet und noch heute ein aktuelles Thema darstellt. Zum Abschluss an die Veranstaltung eine kurze Rede, die man nicht besser in Worte fassen kann:

„Nur wenn sich jeder Einzelne als lebendigen Baustein unserer Demokratie versteht, nur wenn jeder Offenheit, Neugier auf Andere, Respekt und Gemeinsinn lebt, halten wir die Demokratie lebendig und schützen uns davor, dass sich Geschichte wiederholt. Demokratie ist kein Konsumgut, das von einigen Wenigen bestimmt und gestaltet wird. Sie muss von uns allen gestaltet und gelebt werden.“
(Thomas Darchinger)

Drogenspürhunde beschnuppern die Rote Jahne

Seit 2011 hat sich die Zahl der festgestellten Drogendelikte an sächsischen Schulen  fast verdoppelt.¹ Eine Entwicklung vor der wir als eines der größten Beruflichen Schulzentren im Landkreis Nordsachsen nicht die Augen verschließen dürfen. Höchste Zeit also, der Roten Jahne mal auf den Zahn zu fühlen.

Am Dienstag, den 13.03.2018 schnupperten sich erstmalig zwei Drogenspürhunde der Polizei durch unser Schulgebäude sowie das weitläufige Außengelände. Klassenräume waren dabei Tabu – auch wurden keine bestimmten Personen gezielt überprüft. Trotzdem hatten die Hunde in der großen Pause auch menschlichen Kontakt, was bei den überraschten Schülern sowie den Lehrern für Aufmerksamkeit sorgte. Die Hunde ließen sich davon nicht beirren und beschnupperten im Foyer und auf der Raucherinsel Schüler und Lehrer gleichermaßen.

Und das Ergebnis? Tatsächlich wurden an diesem Tag keine illegalen Substanzen gefunden. Aber es wäre wohl naiv, zu glauben, dass Drogen an unserem BSZ keine Rolle spielen. Daher wird es immer die gemeinsame Aufgabe aller sein, sich für ein drogenfreies Leben und Lernen an der Roten Jahne einzusetzen. Dass die Bereitschaft dazu da ist zeigte auch das positive Feedback der Schülervertreter, die sich dafür aussprachen, ähnliche Aktionen künftig zu wiederholen.

Erfolgreiche Drogenprävention fängt bei jedem Einzelnen und seinem individuellen sozialen Umfeld an. Bei Fragen und Problemen stehe ich Ihnen als Vertrauensperson mit Rat und Tat zur Verfügung.

Markus Wiatr
(Beratungslehrer)

¹ Vgl. „Rauschgiftdelikte an Schulen nehmen zu“ in: ZEIT ONLINE, 23. Januar 2017
 

So sehen Sieger aus

Vergangenes Jahr im September fand im Rahmen der Feierlichkeiten zum 20-jährigen Jubiläum unseres Schulneubaus ein Volleyballturnier statt, das die Mannschaft der Schornsteinfeger-Azubis für sich entscheiden konnte.

Diese Woche, am 5.3. wurden den Siegern nun durch einen Mitarbeiter der Signal Iduna, die dankenswerterweise den Hauptpreis gesponsort hat, ihre Gutscheine für ein Bundesligaspiel überreicht.

Fachhochschulreife in einem Jahr – Wie geht denn das?

In der Fachrichtung Gesundheit und Soziales stehen mit Beginn des Schuljahres 2018/19 in begrenztem Umfang Plätze in der Fachoberschulklasse 12 zur Verfügung. Um in diese Klasse aufgenommen werden zu können, müssen Interessenten für diese einjährige Ausbildung einen für die oben genannte Fachrichtung einschlägigen Berufsabschluss von mindestens zweijähriger Ausbildungsdauer nachweisen.

Einschlägige Zugangsberufe:

  • Altenpfleger/in
  • Assistent/in für Polizeidienst und Verwaltung
  • Diätassistent/in
  • Dokumentationsassistent/in
  • Entbindungshelfer/Hebamme
  • Ergotherapeut/in
  • Fachangestellte/r für Bäderbetriebe
  • Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in
  • Hauswirtschafter/in
  • Kaufmann/-frau im Gesundheitswesen
  • Kosmetiker/in
  • Logopäde/-in
  • Maskenbildner/in
  • Masseur/in und medizinische/r Bademeister/in
  • Medizinisch technische/r Assistent/in für Funktionsdiagnostik
  • Medizinisch technische/r Laborassistent/in
  • Medizinisch technische/r Radiologieassistent/in
  • Medizinische/r Fachangestellte/r
  • Notfallsanitäter/in
  • Orthoptist/in
  • Pflegeassistent/in
  • Pharmazeutisch-kaufmännische/r Angestellte/r
  • Physiotherapeut/in
  • Podologe/-in
  • Sozialassistent/in
  • Sport- und Fitnesskaufmann/-frau
  • Sportfachmann/-frau
  • Staatlich geprüfte/r Sportassistent/in
  • Staatlich geprüfte/r Assistent/in für Ernährung und Versorgung
  • Staatlich geprüfte/r Atem- Sprech- und Stimmlehrer/in
  • Staatlich geprüfte/r Berufsartist/in
  • Staatlich geprüfte/r Ensembleleiter/in
  • Staatlich geprüfte/r Gymnastiklehrer/in
  • Staatlich geprüfte/r Helfer/in für Ernährung und Versorgung
  • Staatlich geprüfte/r Kinderpfleger/in
  • Staatlich geprüfte/r Kirchenmusiker/in
  • Staatlich geprüfte/r Kosmetiker/in
  • Staatlich geprüfte/r Krankenpflegehelfer/in
  • Staatlich geprüfte/r sozialpädagogische/r Assistent/in
  • Staatlich geprüfte/r Tänzer/in
  • Veterinärmedizinisch-technische/r Assistent/in
  • Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r

Wider das Vergessen

Am Dienstag, den 14. November 2017 fand am BSZ Eilenburg für die Klassen KEH15, ERZ15 und ERZ16 ein Zeitzeugengespräch zum Thema Jugendwerkhof statt. Stefan Lauter, welcher selbst im Geschlossenen Jugendwerkhof Torgau einen gravierenden Abschnitt seines Lebens verbrachte, konnte uns einige Einblicke über den Alltag und die Erziehungsmaßnahmen gewähren. Neben seiner Lebensgeschichte erzählte er uns von den täglichen Zuständen und Erfahrungen. Er leidet heute noch unter zahlreichen gesundheitlichen Schäden. Trotz alledem hat er einen guten Weg gefunden, mit seiner Vergangenheit umzugehen. Heute setzt er sich tatkräftig für die Erinnerung und Aufarbeitung dieses dunklen Kapitels der Pädagogik ein. Die KEH 15 hatte im Vorfeld den Geschlossenen Jugendwerkhof in Torgau besucht. Wir danken Herrn Lauter für seinen aufgeschlossenen und informationsreichen Vortrag.

Hurra, wir werden 20

Am Freitag, dem 1.9.2017 beging unsere Schule unter dem Motto

„20 Jahre zusammenwachsen 1997 – 2017“

den zwanzigsten Jahrestag des Einzuges in den Neubau des Beruflichen Schulzentrums Eilenburg und ein solcher Tag sollte natürlich gefeiert werden.

Im Rahmen einer Schülerrallye traten 15 Klassen gegeneinander an und durchliefen verschiedene Stationen, in denen sich die Ausbildungsgänge unseres Hauses vorstellten. Auf diese Weise kamen zum Beispiel Fachoberschüler mit angehenden Schornsteinfegern zusammen und werdende KFZ-Mechatroniker durften sich bei den Erziehern im Wickeln eines Säuglings üben. Dass dabei viel Spaß und aberwitzige Situationen zustande kamen, dürfte sich von selbst verstehen.

Gleichzeitig fand in der Sporthalle ein Volleyballturnier statt, in dem gemischte Teams um den Sieg wetteiferten. Den begehrten ersten Platz erspielte sich die Mannschaft der Klasse Schornsteinfeger 16.

Wir danken allen, die zum Gelingen dieses Tages beigetragen haben und ein ganz besonderer Dank geht an dieser Stelle an die SIGNAL IDUNA, die für die Sieger des Volleyballturniers Eintrittskarten für das Bundesligaspiel am 05.05.2018 des BVB 09 gegen Mainz 05 im SIGNAL IDUNA Park Dortmund gesponsert hat.